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Testanalyse Audi 80 - Seite 5

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Audi 80 - Instrumente

Große (nicht ganz blendfreie) Instrumente liegen direkt im Blickfeld des Fahrers. Den Drehzahlmesser (rechts in der Gruppe) gibt es nur beim GTE-Spitzenmodell serienmäßig. Dafür enthält die neue "Komfort-Ausstattung" in der Mittelkonsole einen Voltmeter zusätzlich zur Quarzuhr. Der Lenkradkranz ist mit Schaumstoff bezogen und dadurch sehr griffig; die breite Lenkrad-Prallfläche dient zugleich als Hupenfläche. Zur neuen Serie gehört ferner eine verbesserte Belüftung und Heizung mit einem dreistufigen, besonders leisen Gebläse.


Reifenverschleiß: Vom Fahrer abhängig

Wie bei allen Frontantriebswagen, so gibt es auch beim Audi 80 immer wieder Klagen darüber, daß die Vorderreifen zu schnell und vor allem auch zu einseitig ihr Profil verlieren. Zu diesem Punkt werden manschmal geradezu Schauermärchen verbreitet, zum Beispiel: Vorderreifen nach 10 000 Kilometern schon ersatzreif, wenn die Innenschulter weniger als die notwendigen 0,2 Millimeter profil aufwest. Das kann auch bei korrekter Vorderachs-Einstellung und stets richtigem Luftdruck schon vorkommen - wenn ein GTE-Fahrer den Pferden stets die Sporen gibt und sich vor allem beim Anfahren/Bremsen keiner Mäßigung unterzieht.

In der Regel erreichen die Vorderreifen auch der starken Audi-80-Modelle aber 20 000 bis 25 000 Kilometer, die Hinterreifen in der Regel sogar die doppelte Profillebensdauer. Beim 55-PS-Modell wurden mit besonders langlebigen Stahlgürtelreifen in der Praxis schon Reifenlaufzeiten von 45 000/80 000 Kilometern erreicht. Dabei taucht wie stets bei Frontantriebswagen immer wieder die Streitfrage auf: Ist es besser, die Reifen achsweise zu tauschen oder lieber die Vorderreifen bis auf das zulässige Restprofil abzufahren und diese dann allein zu ersetzen? Das Werk rät in der Betriebsanleitung vom Rädertausch ab, weil die Radschrauben dann wieder mit den genau vorgeschriebenen Drehmomenten von 30 mkp (oder 300 Newtonmeter, Nm) angezogen werden müssen, um genau zentrisch weiterzulaufen.

Unter Umständen spart man beim Rädertausch vor allem dann nichts, wenn anschließend ein Nachwuchten fällig wird - weil sich geringste Unwuchten, die vorher an den Hinterrädern gar nicht auffielen, vorn viel stärker in der Lenkung bemerkbar machen. Eine unruhige Lenkung, die nach Kurven viel zu stark wieder in die Geradeausstellung zurückzieht, muß übrigens mit der Fahrwerksgeometrie gar nichts zu tun haben. In der Vergangenheit kam es beim Audi 80 (und natürlich auch beim VW Passat) recht häufig vor, daß der Lenkungsdämpfer defekt war. Undichte Manschetten waren und sind hier die häufigste Fehlerquelle. Diesen Dämpfer gibt es aber nicht beim 1,3-Liter-Modell, auch nicht auf Wunsch.

Auch zur Lebensdauer der Beläge für die vorderen Scheibenbremsen bestehen immer wieder Zweifel, ob hier die langen Intervalle von 15 000 Kilometern zwischen den vorgeschriebenen Diagnosen/Wartungsdiensten in der Praxis ausreichen. Das Werk trägt hier durch die zweite Vorschrift ("oder mindestens zweimal jährlich") schon der Tatsache Rechnung, daß Wenigfahrer mit vielen Kurzstrecken die Bremsbeläge häufiger strapazieren. Die Scheibenbremsbeläge halten zumindest bei den 55-PS-Modellen in der Regel 20 000 Kilometer durch, bei den stärkeren Vergaservarianten reichen die Inspektionsintervalle gerade noch. Bei scharf gefahrenen (und gebremsten) 80 GTE-Einspritzer wäre es jedoch vermessen, keinen Belagwechsel zwischendurch vorzusehen - hier fehlt leider ein klarer Hinweis in der sonst so gründlichen und übersichtlichen Audi-80-Betriebsanleitung.

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